Songwriting Workshop


Vision

Lieder können uns sehr dabei helfen, über Wahrheit nachzusinnen und sie zu empfangen. Aus vielen Rückmeldungen weiß ich, dass es einen großen Einfluss im Leben von Menschen hinterlässt, wenn man es schafft, die tiefgehende Wahrheit des Evangeliums auf eine poetische und doch zugängliche Weise auszudrücken.
Stewart Townend

Sie möchten nicht nur bekannte Lieder nachsingen, sondern die Themen, die ihre Gemeinde (aktuell) bewegen, durch einprägsame eigene Lieder im Lobpreis integrieren?
Sie möchten den Musikern Ihrer Gemeinde die Chance geben, ihre Gaben zu entwickeln und ihr Potenzial zu entfalten?
Sie wissen, wie sehr Musik unsere Kultur prägt und möchten die Werte und Aussagen des Evangeliums in moderne, handwerklich gute Lieder verpacken um Menschen zu erreichen und unseren Zeitgeist positiv zu beeinflussen?

Meine Vision als Lobpreisleiter, Songwriter und Produzent ist es, mit meinem Seminar einen Ort zu schaffen, an dem Musiker mit dem nötigen Handwerk genau dafür ausgerüstet werden und dies gleich praktisch umsetzen. Die verschiedenen Impulse des Workshops helfen zudem, übliche Hürden zu überwinden und eine klare Vision für die eigene Musik zu entwickeln.  Die Inhalte sind so zusammengestellt, dass sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene gleichermaßen davon profitieren.

Module

Die Module, die für Ihre Gruppe wichtig sind, können frei gewählt werden – Sie entscheiden, wo der Schwerpunkt liegen soll. Welche Zusammenstellungen sich bewährt haben, finden sie unter „Seminarbeispiele“. Jedes Thema wird durch eine Powerpoint Präsentation veranschaulicht und ist mit Hörbeispielen und Videoclips ausgestattet.

Neben den Impulsen steht natürlich das Songwriting an sich im Zentrum. Ermutigt wird das „Co-Writing“ in Kleingruppen von 2-3 Personen. Jede Gruppe bekommt während des Writings praktische Hilfe und Unterstützung durch den/die Dozenten.

Vor dem Songwriting (PRE)
P1Was ist deine Vision?Musik ist untrennbar mit Gefühlen verbunden und hat direkten Zugang zu unserer Seele.  Schaffen wir es, auszudrücken, was andere Menschen bewegt, können wir ihnen eine Stimme geben und sie durch unsere Musik verändern. Dadurch können wir unsere Kultur und den Zeitgeist positiv beeinflussen. Obwohl wir mit unserer Musik gesellschaftliche Barrieren durchbrechen können, ist sie manchmal sogar nur für uns bestimmt und die beste kostenlose Selbsttherapie.
P2Für wen schreibst du?Schreibt man für eine bestimmte Zielgruppe, muss man aufpassen, dass die Musik nicht zum Selbstzweck und durch die Erwartungen Anderer gesteuert wird. Schreibt man, um sich durch seine Musik zu definieren, gilt es, das eigene Ego im Auge zu behalten. Auch bei nobel anmutenden Motiven wie „ich schreibe für Gott“, sollte man sich bewusst machen, was das eigentlich (nicht) bedeutet. Ein guter Startpunkt ist immer, zu schreiben, einfach nur, weil man Musik liebt.
P3Was hindert uns beim Songwriting?Das Vergleichen mit Anderen führt fast immer zu Frustration und man verliert die eigene Einzigartigkeit aus den Augen. Außerdem kämpft fast jeder Musiker mit der Furcht, nicht gut genug zu sein. Auch Scham kann uns bremsen und wir müssen lernen, einen positiv-verrückten Mut in einer angstfreien Umgebung zu kultivieren. Dabei dürfen wir erkennen, dass Musik bereits in unserer DNA angelegt ist und wir sie lediglich herausholen müssen. Wir können uns ruhigen Gewissens in unserer Imperfektion annehmen, feiern und weiterentwickeln.
P4Entwickle deine Identität als KünstlerDurch welche musikalischen und inhaltlichen Merkmale können wir uns von anderen Künstlern abgrenzen und auf unsere eigene Art einzigartig sein? Wie finden wir unseren eigenen Stil und wie haben das eigentlich andere Ikonen der Musikgeschichte gemacht? Wir lernen verschiedene Genrestandards und –Merkmale  kennen um darüber hinauswachsen und die Regeln „korrekt brechen“ zu können.
Das Songwriting beginnen (START)
S1Inspiration und DurchhaltenWie erkenne ich die „göttliche Muße“ und fange sie ein, bevor sie wieder verschwindet? Über welche Themen kann ich authentisch schreiben und wie finde ich diese? Auf der Suche nach neuen Songs müssen wir das Rad aber nichtjedes Mal neu erfinden, sondern können z.B. auch Künstler, die wir bewundern, als Quelle der Inspiration nutzen. Auf dem Weg zu einem fertigen Lied braucht man außerdem mehr Durchhaltevermögen, als man denkt.
S2KooperationBei Kooperation geht es nicht um Kompromiss oder Beschneidung, sondern um die einzigartige Kombination verschiedener Elemente. Songwriter aus allen unterschiedlichen Stilrichtungen haben die vielen Vorteile des Co-Writings mittlerweile zu schätzen und zu praktizieren gelernt.
S3Was sind Charakteristika eines guten Songs?Ein Song ist wie eine gute Geschichte, ein lebensnahes, echtes Gleichnis für etwas Größeres, das wir sonst oft nicht in Worte fassen können. Ehrlichkeit ist dabei ein Grundbaustein. Bereits einige wenige kreative Elemente reichen aus, wenn sie geschickt variiert, wiederholt und eingebettet werden. Wir machen uns außerdem Gedanken über Innovationsmöglichkeiten um frischen Wind und eine eigene Note reinzubringen.
S4Herangehensweisen beim SongwritingNachdem man eine Idee hat, stellt sich die Frage, wie man denn konkret anfängt. Hierzu werden verschiedene praktische Modelle und Ansätze vorgestellt, sowie wichtige Grundsätze vermittelt, die dabei helfen, die ersten Schritte zu gehen bzw. neue Schritte auszuprobieren.
Werkzeuge für das Songwriting (TOOLS)
T1HarmonieEin guter, frischer Song braucht keinen abgefahrenen B-Moll7sus2#9#11 Akkord. Wir lernen gängige und über viele Jahrzehnte bewährte Akkordfolgen sowie Variationsmöglichkeiten  kennen. Außerdem erfahren wir, wie man Eintönigkeit vermeidet und stellen uns der Frage „wie finde ich den (nächsten) Akkord, der zu meiner Melodie passt“.
T2MelodieWie entwickle ich (eine Idee in) eine interessante Melodie? Wie schaffe ich es, dass ein Vers wie ein Vers klingt, ein Chorus wie ein Chorus, eine Bridge wie eine Bridge und sich dabei alle Teile stimmig voneinander abgrenzen? Welche Eigenheiten haben bekannte Musiker, welchen Effekt erzielen sie dadurch und wie kann ich meine eigenen Vorlieben geschickt einbauen?
T3RhythmikAuch der Rhythmus eines Song(teils) kann Ohrwurmcharakter haben und dort, wo sonst Langeweile aufkommen würde, die nötige Würze reinbringen. Wir lernen verschiedene Möglichkeiten kennen um den nötigen Kontrast in unterschiedliche Teile eines Songs hineinzubringen.
T4TextWie nähere ich mich einem Thema, über das ich schreiben will? Wie generiere ich Textmaterial dazu? Soll ich eher Ereignisse und Abläufe oder eine ganz bestimmte Situation im Detail beschreiben? Welche Effekte haben sprachliche Mittel (Metapher, Allegorie, Reim) und wie setze ich sie gezielt ein? Wann habe ich zu viele Ideen im Text und muss eher Dinge wiederholen? Was macht eigentlich eine gute Textzeile aus? Wir stellen uns all diesen Fragen und lernen praktische Ansätze kennen, wie man mit dem Texten beginnen oder es weiterentwickeln kann.
T5ProduktionDer Sound als solches hat im Songwritingprozess in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Durch die rasante Weiterentwicklung technischer Möglichkeiten des Homerecordings bieten sich enorme Möglichkeiten, um über den klassischen, manchmal etwas „trockenen“ Songwritingansatz (Blatt Papier und ein Instrument) hinauszugehen. Wir lernen, diesen Fundus an kreativen Ansätzen für uns zu nutzen um inspiriert zu werden und unser Songwriting abwechslungsreich zu gestalten.
Genrespezifische Variationen (VARIATION)
V1WorshipWelche musikalischen und textlichen Merkmale zeichnen „Worshipmusik“ (moderne Gemeindelieder) aus? Was bedeutet Worship (nicht)? Welche Strömungen gibt es und wo bestehen Innovationsmöglichkeiten? Welche Themen behandle ich in meinen Liedern? Wie schreibe ich Lieder für eine Zielgruppe (Gemeinde) und bleibe mir selber dabei treu?
V2Christliche PopmusikWas zeichnet christliche Popmusik aus und wie unterscheidet sie sich von Worshipmusik? Wie können wir die musikalischen und textlichen Grenzen dieses Genres erweitern? Welche Dogmen beeinflussen meine Haltung beim Songwriting und wie kann ich neue Wege und Ansätze entdecken? In welcher Beziehung stehen Text und Musik? Über welche Themen kann ich authentisch schreiben?
Während des Songwritings (WHILE)
W1Feedback + AustauschrundeWährend jeder Writing Session werden die einzelnen Gruppen durch den/die Dozenten unterstützt. In der Austauschrunde wird der Austausch angeregt um von den Erfahrungen anderer Teilnehmer zu profitieren. Sie hilft auch dabei, allgemeine Schwierigkeiten und Fragen zu identifizieren und mögliche Lösungen oder Ansätze aufzuzeigen.
W2Präsentation der ErgebnisseIn einer Präsentationsrunde darf jede Gruppe die Ergebnisse, die sie bis dahin erreicht hat, vorstellen. Es kann motivierend sein, während des Schreibprozesses auf dieses Ziel hinzuarbeiten, soll aber nie als Zwang verstanden werden.
W3ArrangementsDas richtige Arrangement macht aus einem guten einen sehr guten Song. Wir lernen, auf was man dabei achten sollte und wie man unterschiedliche Wirkungen beim Zuhörer erzielt.
Nach dem Songwriting (BEYOND)
B1Distanz, Feedback, ÜberarbeitungKreativität entsteht nicht auf Knopfdruck, sondern benötigt Zeit und etwas Distanz. Ein Song kann auch in mehreren „Stufen“ geschrieben werden. Ein wichtiges Hilfsmittel ist dabei das Feedback anderer, das man jedoch immer richtig einordnen sollte.
B2Was mache ich mit meinem fertigen Song?Welche Plattformen gibt es, um meine Musik bekannt zu machen? Wie finde ich die Leute, die sich für meine Musik interessieren könnten? Gibt es andere Künstler, die an meinen Songs interessiert sein könnten? Welche Möglichkeiten gibt es, meine Musik aufzunehmen?
B3Mache Songwriting zur GewohnheitEinfache, täglich Übungen können uns helfen, viele Ideen für das nächste Songwriting zu sammeln. Wer seinen Blick im Alltag schärft, erkennt Inspiration schneller. Das genaue Betrachten von Lieblingsliedern kann uns außerdem helfen, unser eigenes Songwriting zu verbessern.

Seminarbeispiele

Eine Liste mit Seminarbeispielen folgt…….