FAQ – Studio/CD/Aufnahmen


Die eigene CD ist ein Herzensprojekt, das zunächst wie ein riesen Berg wirken kann.
Dieses FAQ soll dir helfen, damit es nicht beim lebenslang unerfüllten Wunsch bleibt, sondern dein Traum Realität werden kann.

Natürlich führen viele Wege nach Rom, aber hier sind einige gängige Herausforderungen und Fragen zusammengestellt, denen sich jeder Musiker auf dem Weg stellen muss.

Eine gute Frage. Je nachdem, wen du fragst, wirst du vermutlich sehr unterschiedliche Antworten erhalten. Familie und Freunde werden dich hoffentlich ermutigen und bestätigen, während Andere vielleicht kritisch und warnend sind und wenn du „Profis“ wie Dieter Bohlen fragen würdest, würde der vielleicht nur einen niederschmetternden Kommentar geben. Da Künstler oft sensible Menschen sind, können Selbstzweifel auch schnell zu einer großen Hürde werden. Umgekehrt sollte man sich – getragen durch eine Euphoriewelle – nicht blind in jedes Abenteuer stürzen. Auf wen sollst du nun hören? Wie schätzt du die Situation richtig ein, um eine gute Entscheidung zu treffen?

Nun, zuallererst solltest du auf dich selbst hören. Der Drang, die eigene Musik aufzunehmen, kann für manche schon Bestätigung genug sein. Man spürt, dass das einfach raus muss und man immer wieder dran denkt und eine Leidenschaft dafür entwickelt – nach dem Motto: „You don´t record a CD because you want to, but because you have to“. Die innere Stimme ist oft ein guter Ratgeber, dem wir genug Gehör schenken sollten. Um ein Projekt wie eine eigene CD durchziehen zu können, brauchst du auf jeden Fall eine gewisse Überzeugung und einen Glauben an das, was du tust. Es hilft auch, diese Idee im Gebet mit sich herumzutragen und „auszubrüten“. Oft merkt man so, wann die Zeit reif ist.

Tipp: Gespräche mit Leuten, die Erfahrung haben, sind dabei sehr hilfreich. Rede also mit anderen Musikern, die das schon hinter sich haben. Frage sie, wo ihre Schwierigkeiten waren und wie sie sie gelöst haben. Falls du schon ein Tonstudio im Auge hast, nimm Kontakt auf und versende deine Demoaufnahmen um Feedback zu erhalten. Ein Produzent erkennt auch bei Aufnahmen mittlerer oder niedriger Qualität das Potenzial des Musikers – also keine Angst!

Wir in den Soultonestudios nehmen uns gerne Zeit um dein CD Projekt mit dir unverbindlich durchzusprechen und dir Hinweise zu geben. Wir denken, deine Musik, ist es wert, aufgenommen zu werden, denn was immer dich bewegt, Musik zu machen, kann auch Andere bewegen! Wir hören uns auch gerne Demoaufnahmen an, um Tipps zu geben, in welche Richtung dein Album gehen könnte und ob die Songs und das Konzept schon „reif“ sind um aufgenommen zu werden. Von uns erhältst du eine ehrliche und konstruktive Einschätzung. Außerdem versuchen wir dir mit unserer Erfahrung eine Vision zu geben, wie das Album klingen könnte (Sound, Anzahl Tracks, musikalische Besetzung, Komposition, Dramaturgie, etc).

Naja, wozu machst du Fotos? Man möchte sich an etwas Schönes erinnern, sich daran freuen, dass man etwas erreicht hat oder einen unvergesslichen Moment mit Anderen teilen. Und genau so kann man die eigenen Musikaufnahmen ansehen: Selbst geschriebene Songs sind wie selbst gemalte Bilder, gecoverte Songs sind wie Fotos deiner Lieblingsstadt – aus deiner Perspektive. Beides ist toll und beides macht Freude, wenn man es immer wieder hören kann. Es ist ein phantastisches Erlebnis, von der ersten Idee über die Aufnahmen bis zur finalen CD/MP3 zu erleben, wie der eigene Song Realität wird. Hat man das fertige Produkt, kann man es verkaufen oder als Promotion-Material verwenden, um an Auftritte zu kommen. Auch als Heiratsantrag, Geburtstagsgeschenk, Weihnachtsgeschenk, zum Abschied, zu Geburten oder zu einem neuen Lebensabschnitt können Lieder einzigartige Geschenke sein. Doch selbst ohne den ganzen genannten Nutzen ist es einfach ein einmaliges Gefühl, beim Scrollen durch die Musikliste seinen eigenen (Band-)Namen neben denen seiner Lieblingskünstler zu sehen und die eigene Musik starten zu können. Das Erstellen eigener Aufnahmen ist zwar nicht ganz so einfach, wie ein Foto zu schießen, aber auch bei weitem nicht so schwer, kompliziert und unerreichbar, wie man sich das manchmal so vorstellt.

Das Wort „Studio“ kann bei dem einen oder anderen Künstler ein flaues Gefühl im Magen hervorrufen. Was, wenn ich weiche Finger bekomme oder meine Stimme versagt? Wie viele Leute schauen mir da zu? Was, wenn ich den einen schwierigen Part nicht hinbekomme?

Bei uns in den Soultonestudios hat es höchste Priorität, dass du dich wohl fühlst. Nur, wenn man keine Angst vor Fehlern hat, ist man frei, sein Bestes zu geben. Im gemütlichen Ambiente sind deshalb nur die Leute anwesend, die du dabeihaben möchtest – meist nicht mehr, als du selbst und der Produzent/Tontechniker. Wir nehmen uns zunächst genug Zeit, um das richtige Instrument, den besten Sound und die optimale Spieleinstellung für dich herauszusuchen. Erst wenn alles passt und du eingespielt und „ready“ bist, geht es los. Spielfehler passieren bei jeder Aufnahmesession und sind kein Grund zur Panik. Es ist nur ein Knopfdruck, die Aufnahme an einer bestimmten Stelle (auch mehrmals) neu zu starten. Man muss auch keine perfekte Aufnahme abliefern – sehr viel lässt sich im Nachhinein am PC verbessern, Anderes fällt später im finalen Mix vielleicht gar nicht negativ auf. Mehr dazu im nächsten Abschnitt. Don`t forget: Musik lebt von Imperfektion und ein komplett fehlerloses Album kann zwar vielleicht „glatt“ oder „korrekt“ klingen, aber nicht die Seele und unverkennbare Leidenschaft haben, die deine Musik ansprechend macht.

Tipp: Zur Vorbereitung ist es sehr hilfreich, zuhause mit dem Metronom das komplette Lied durchzuspielen. Jedes Studio arbeitet mit Klick im Ohr und es ist sehr hilfreich, diese Situation vorher so gut es geht trainiert zu haben. Bei den Bandproben ist es auch wichtig, viel über das Arrangement zu sprechen (wer spielt wann was und wie?). Je mehr abgesprochen ist, desto sicherer fühlt man sich in der Aufnahmesituation.

Wenn die Konzeption des Albums klar ist, geht es an die Aufnahmen selbst. Dazu wird zunächst eine Pilotspur (Auch: „dirt track“) aufgenommen. Darauf sind alle – oder zumindest die wichtigsten – Instrumente und der Gesang zu hören. Die Spur wird mit Metronom aufgenommen und dient im weiteren Verlauf als Hintergrundmusik zum sequenziellen Aufnahmen. Darunter versteht man das einzelne, nach-einander-Aufnehmen von Instrumenten bzw. Instrumentenspuren zu einem Klick und dem Pilotspur-Song. Typischerweise werden zuerst die Drums eingespielt, gefolgt von Bass, Piano/Keys, Gitarren und Bläsern/Streichern. Zum Schluss kommen die Lead- und Hintergrundgesangspuren. Dadurch, dass man die Pilotspur jedes Mal  im Ohr hat, hat man beim Einspielen auch das Gefühl, zu einem fertigen Song zu spielen und nicht „trocken“ zu einem Klick spielen zu müssen. Mit jedem hinzukommenden Track wird die Pilotspur unnötiger, so dass man sie irgendwann ganz ausblenden kann und nur noch die neuen, „sauber“ aufgenommenen Spuren hört. Sollte bei einer Spur einmal etwas schief gehen kann man mühelos einfach nur diesen kurzen Teil „überspielen“ oder z.B. nur den Vers nochmal machen. Natürlich kann man auch die ganze Spur nochmal spielen, wenn man meint, dass das „feeling“ noch nicht so ganz stimmt! In den Soultonestudios bieten wir u.A. hochwertiges Recording mit Midi Drums an. Hierbei – und bei den Keyboard Spuren, die ohnehin immer in Midi mit aufgezeichnet werden – kann man im Nachhinein mit Leichtigkeit die Spur bearbeiten, sowie Anschläge und Töne lauter und leiser machen, verschieben, löschen, oder hinzufügen ohne einen schwierigen Part nochmals spielen zu müssen. Auch Timing- und Rhythmusschwankungen verschwinden somit innerhalb von Sekunden. Bei Audioaufnahmen (Vocals, Gitarren, Bass, Streicher, Bläser, etc.) kann zur nachträglichen Korrektur spezielle Software verwendet werden. Singt oder spielt man „unsauber“ oder trifft einen Ton gar nicht (oder zu früh/spät), kann dies nachträglich verändert werden, ohne dass man einen Unterschied merkt. Auch Töne, die nicht lange genug oder zu lange gehalten werden, können auf die richtige Länge geändert werden. So musst du bei deinem Song keine Angst haben, dass an einer bestimmten Stelle immer wieder dieser eine schreckliche Fehler drin ist. Gute Performances, die kleinere Fehler enthalten, lassen sich so zu sehr guten Performances aufwerten. Performances, die in Ordnung sind, können zu guten werden. Bei nicht so guten Performances heißt es: „….uuuuuund nochmal, bitte!“

In manchen Genres, die besonders von Dynamik und Interaktion leben (z.B. Jazz, Blues, live Worship….), kann es sinnvoll sein, eine Aufnahme zu machen, bei der alle Musiker gleichzeitig spielen (simultane Aufnahme). In diesem Fall werden die Musiker mit Blickkontakt in verschiedene Kabinen/Räume platziert oder auch gemeinsam im selben Raum aufgenommen. Vorteil ist natürlich, dass die Aufnahme mit dem Spielgefühl und der Interaktion wie in einer „echten“ Livesituation entsteht. Den Kompromiss, den man dafür eingehen muss ist, dass man Spielfehler teilweise nicht so leicht herausbekommt oder die Mikrofonierung ggf. nicht optimal ist. Der ein oder andere fühlt sich vielleicht auch nicht ganz so wohl, wenn er weiß, dass er mit einem Fehler die ganze Band rausbringen oder die Aufnahme unbrauchbar machen kann. Bei live Aufnahmen oder Aufnahmen im selben Raum kann nämlich nur sehr begrenzt das Timing oder die Tonhöhe korrigiert werden, da der zu korrigierende Ton auf mehreren Mikrofonen sein kann und Phasenverschiebungen hervorruft. Das simultane Aufnehmen empfiehlt sich daher also für (sehr) gute und eingespielte Bands, besonders in Genres wie Jazz, Blues oder bei frei gestalteten Worship-Aufnahmen. Je weniger Leute gleichzeitig spielen, desto einfacher ist es organisatorisch (z.B. Duett oder Trio im Vergleich zu 8-köpfiger Band). Ein Duett (z.B. Klavier und Gesang) ist auch noch recht einfach gleichzeitig aufzunehmen.

Tipp: Zum Recording kannst du übrigens dein eigenes Instrument mitbringen oder die vielen, hochwertigen Instrumente in den Soultonestudios nutzen.

Tipp: Um Produktionskosten zu sparen, können manche Spuren evtl. auch zuhause eingespielt werden. Falls es möglich ist, können bereits die Referenztracks mit ins Studio gebracht werden. Das spart einiges an Zeit und somit auch Produktionskosten. Im weiteren Verlauf können auch einzelne Spuren in Heimarbeit aufgenommen werden. In den Soultonestudios sprechen wir gerne ab, was sinnvollerweise ohne oder mit nur geringem Qualitätsverlust außerhalb des Studios aufgenommen werden kann. Die besten Resultate werden natürlich weiterhin im Studio in Zusammenarbeit mit dem Produzenten erzielt, da dieser das Gesamtbild vor Augen und die bereits aufgenommenen Spuren vor Ohren hat.

Vom Soloinstrument über Duette und Trios bis hin zur vollen Bandbesetzung nehmen wir alles auf, was du uns vorspielst J. Von nur einem bis hin zu 15 Tracks, sowohl bei Liveauftritten wie auch im Studio, nehmen wir auf und mixen/mastern dein Projekt bis zum fertigen MP3 oder ddp Image, das ans Presswerk geliefert wird. Alle gängigen Genres werden mit dem nötigen Fachwissen begleitet: Klassik, Country, Jazz, Blues, Rock´n´Roll, Hip Hop, Rap, Pop, Singer/Songwriter, Unplugged, Worship, Rock & Metal.

Tipp: Es ist auch möglich, zuhause aufgenommene Spuren einfach in einem Tonstudio mixen und mastern zu lassen, somit „spart“ man sich die kompletten Kosten für die Aufnahmen. Das sollte man aber nur machen, wenn man eine absolut klare Vision der eigenen Musik und (sehr) gute Aufnahmegeräte zuhause hat.

Tipp: Auch die Aufnahme deines letzten Live Auftritts kannst du im Tonstudio mischen lassen. Dabei ist es allerdings wichtig, dass die Aufnahmen sauber sind. Ein erfahrener Tontechniker in Verbindung mit gutem Aufnahmeequipment sind für dieses Projekt wichtig. Der Sound verliert schnell an Qualität, wenn die Mikrofone nicht optimal platziert sind. Dies ist sogar noch wichtiger als die Qualität der verwendeten Mikrofone. Wir bieten übrigens auch Liveaufnahmen in der Location deiner Wahl mit anschließendem Mixing im Studio an.

Über die heutzutage verfügbaren technischen Mittel zum Aufnehmen von Audiomaterial hätten Toningenieure vor der Jahrtausendwende nur träumen können. Es gibt mittlerweile eine große Bandbreite an qualitativ hochwertigen DAWs (Digital Audio Workstation) wie Cubase, Pro Tools, Logic, Studio One, Sonar, FL Studio, Ableton, etc. Diese Programme ermöglichen – in Kombination mit Audio Interfaces aus allen Preisklassen – Mehrspuraufnahmen. Man erhält serienmäßig die grundlegenden Plugins (virtuelle Simulationen von Equalizern, Kompressoren und anderen wichtigen Hardwaregeräten) um seine Aufnahmen in der DAW mischen zu können. Wieso also ins Studio gehen, wenn doch im Prinzip alles zuhause gemacht werden kann?

Zunächst einmal sollte man bedenken, dass die Anschaffung von Software, Audio Interface (in Verbindung mit einem Leistungsstarken PC) und guten Abhörboxen auch eine gewisse Investition ist, die man tätigen muss. Willst du langfristig Aufnahmen machen, lohnt sich eine solche Anschaffung unter Umständen. Studios verfügen standardmäßig über sehr hochwertige Komponenten im Wert von vielen 10.000 oder 100.000 Euro, wobei die entscheidenden Komponenten bei Aufnahmen die Vorverstärker, eventuell bereits eingesetzte Equalizer und Kompressoren, sowie die Analog/Digital-Wandler sind. Bei einem Vergleich von Studio- und Homerecording-Aufnahmen wird ein Unterschied sehr deutlich. Dies muss allerdings nicht bedeuten, dass Heimaufnahmen unbrauchbar sind. Es heißt lediglich, dass sie noch deutlich besser klingen könnten. Hier gilt es abzuschätzen, welches Ziel man hat und mit welchem Budget man es erreichen will.

Das Hauptargument für ein Studio besteht eher in den Leuten, die dort arbeiten. Diese sind professionelle Musiker und Toningenieure mit einer Menge Erfahrung. Würdest du dich bei einer Herz-OP lieber vom Azubi oder vom Chefarzt operieren lassen? Gleichermaßen musst du entscheiden, wer an deine Musik ran darf. Klar, kannst du zuhause rumprobieren und dabei Erfahrung sammeln. Unterschätze dabei aber nicht die nötige Einarbeitungszeit! Um loslegen zu können, muss man sich erst mal mit sehr vielen Dingen beschäftigen: kann ich mit meinem IQ einen EQ bedienen? Macht der Kompressor das gleiche wie eine Luftpumpe? Was ist so aufregend an einem Exciter? Und an welchem dieser 23 Millionen Knöpfe muss ich drehen, damit es besser klingt? Aus der anfänglichen Euphorie kann auch schnell Frust werden. Workshops und Internettutorials von verschiedenen DAW Herstellern können dir dabei helfen. Sofern du mit dem angeeigneten Können einen Sound erreichst, der dir auf deiner Hi-Fi Anlage, im Auto und über die Kopfhörer gefällt, ist das prima. Wenn du das öfter machst, merkst du irgendwann sogar, dass du besser wirst und deine finalen Produkte besser klingen. Wenn du die Chance hast, dazu Feedback zu bekommen, nutze sie unbedingt! Vielleicht kennst du sogar gute/professionelle Musiker, die sich die Zeit nehmen und dir Tipps geben können. Hörst du deine eigenen Kreationen aber mal im Vergleich mit „Radio-Hits“, wirst du zugeben müssen, dass diese irgendwie detaillierter, fetter, runder, wärmer, voller, lauter, präsenter, kurzum: besser klingen. Und genau dort kommen die Stärken eines professionellen Produzenten/Mischers zum Vorschein. Er weiß genau, welches Gerät er wann benötigt um welchen Sound zu erreichen. Wozu du zuhause vielleicht Tage brauchst (Recherchieren, Ausprobieren), erledigt er in Minuten – und das meist mit einem besseren Ergebnis. Er hat nicht nur die nötige Erfahrung, sondern auch sau teure Abhörboxen und – noch wichtiger! – einen akustisch optimierten Raum, um das gesamte Frequenzspektrum schnell und zuverlässig beurteilen und korrigieren zu können.

Tüftelst du also gerne selbst herum? Macht es dir nichts aus, wenn mal was schief geht? Bist du mit einem eigenen Ergebnis, das ok klingt zufrieden? Dann könntest du es mit Homerecording versuchen. Würde es dich ärgern, wenn du immer das Gefühl hast, dass die Aufnahmen vermutlich besser klingen könnten? Bist du froh, wenn jemand das ganze Projekt überblickt und dir bei wichtigen und schwierigen Entscheidungen helfen kann? Brauchst du einen Ansporn um dein Projekt durchzuziehen und es nicht zu verschieben oder aufzugeben? Bist du froh, wenn jemand dabei ist, der sich mit dem Equipment auskennt, so dass du dich nur auf das Kreative fokussieren kannst? Möchtest du einen sehr guten Sound als Endresultat haben? In diesem Fall wäre das Studio die richtige Wahl für dich. Wenn du irgendwo dazwischen liegst, musst du selbst für dich entscheiden.

Tipp: In den Soultonestudios bieten wir neben dem Editieren, Mixen und Mastern auch Hilfe beim Songwriting und den Arrangements an. Wenn du deine Musik bei uns produzieren willst, ist es also möglich, vorab schon Zusammenzusitzen und die Songs gemeinsam zu arrangieren. Es ist immer ein Vorteil, wenn man die Songs vorher von jemand unabhängigen und unvoreingenommenen anhören lässt und Verbesserungsvorschläge bekommt. Zudem ist dann „alles in einer Hand“, denn schon beim Arrangement beginnt das Mixing (Bsp: Nehmen wir eine Hi-Hat oder das Ride- oder Crash-Becken oder einen Shaker oder ein Tamburin oder eine Triangel oder doch eine Rhythmusgitarre bei der nur die Frequenzen ab 3000 Hz hörbar sind, um die hohen rhythmischen Frequenzen im Vers-beat gleichmäßig im Stereopanorama zu verteilen?)

Tipp: Wenn du wie zuvor beschrieben den Mittelweg wählst, zuhause aufnehmen möchtest und nur zum Mischen und Mastern ins Tonstudio willst, geben wir dir in diesem Zusammenhang in den Soultonestudios gerne ein paar Tipps, welches Equipment du dir zulegen solltest.

Tipp: Eine gute Einführung ins Thema Homerecording findest du auf Justinguitar (nur in Englisch).

Wie bereits in vorigen Abschnitten erwähnt, ist es wichtig, ein gutes Timing beim Einspielen zu haben. Man sollte zuhause also den Song zu einem Metronom-Klick durchspielen. Du kannst davon auch eine Aufnahme machen um dich selbst anzuhören und festzustellen in welchen Teilen du noch im Tempo schwankst. Eine billige Aufnahme mit dem Handy tut es da schon. Es muss natürlich noch nicht alles perfekt klappen, bevor du ins Studio gehst, aber es gilt der Leitsatz: Je besser eingespielt wird, desto weniger Nachbearbeitung und Korrektur benötigt es und desto weniger Arbeitsaufwand (Kosten) entstehen. Wenn ihr als ganze Band probt, nehmt es doch einfach auf und schaut danach zuhause, wo eure Fehler lagen oder was ihr noch besser machen könnt.

Je mehr Leute dabei sind, desto wichtiger ist es auch, das Arrangement ausführlich zu besprechen. Wer spielt im Vers die Akkorde wie laut? Wer kommt im Chorus mit welcher Lautstärke rein? Wo sind die Crescendi? Was machen die Andren in diesem oder jenem Part und was heißt das für mein Instrument? Je mehr dieser Dinge vorab besprochen sind, desto mehr weißt du, was du bei der Aufnahme abliefern musst. Man kann sich z.B. Lead Sheets oder „Spickzettel“ erstellen, auf denen man sich notiert, wie man das Lied spielen soll bzw. wo die Stolperfallen sind. Später fragt keiner danach, ob man alles aus dem Kopf gespielt hat oder mit Notizen oder in mehreren Takes – Hauptsache es klingt gut!

Beim Üben ist es aus lerntheoretischer und praktischer Sicht am besten, öfters, aber dafür kürzer zu üben. Wie auch beim Lernen von Vokabeln, kannst du dir Dinge besser merken und deine Finger können bestimmte Abläufe besser erlernen, wenn dein Hirn sie in kurzen Abständen aber dafür öfter serviert bekommt, anstatt wenige Mal lange am Stück. Es ist also besser, jeden Tag 20-30 min. zu üben, als einmal in der Woche oder kurz vor den Aufnahmen mehrere Stunden – wobei natürlich auch jeder etwas anders tickt.

Tipp: Wenn du mit bereits komplett fertig arrangierten Songs ins Studio kommst, ist das das Zeiteffektivste und Kostengünstigste. Es ist aber auch normal, dass man bei manchen Songs einfach hängt, die zündende Idee fehlt oder man sogar überhaupt keine Ahnung hat, wie man den Song aufbauen soll. Das kann man dann gemeinsam im Studio festlegen. Für diejenigen, die lieber mehr Planungssicherheit haben wollen und schon zuhause genau so üben möchten, wie sie es später einspielen sollen, bieten wir in den Soultonestudios auch Arrangements an. Dazu trifft man sich vorher und bespricht gemeinsam, welcher Aufbau dem Song am meisten dient und von welchen Instrumenten die einzelnen Abschnitte am meisten profitieren. Zwar ist dies eine zusätzliche Investition noch vor den ersten Aufnahmen, aber es ist eine, die sich in jedem Fall lohnt! Oft haben Produzenten durch ihre Erfahrung ein gutes Gespür, wie man den Song durch ein gutes Arrangement und ein paar Kniffe noch besser machen kann.

Das hängt von mehreren Dingen ab. Zunächst stellt sich die Frage, was das Konzept deines Albums ist. Willst du einfach nur ein paar Songs mit Klavier oder Gitarre und Gesang aufnehmen? Dann ist die Sache ziemlich einfach. Vermutlich wirst du das Instrument selbst spielen und natürlich auch einsingen wollen. Aber bereits hier ist es möglich, dass jemand, den du kennst, das Begleitinstrument spielt. Da es bei wenigen Instrumenten noch ein geringer Aufwand ist, kann man es entweder gleichzeitig oder auch hintereinander (sogar an verschiedenen Tagen) aufnehmen. Wenn du eine größere Besetzung mit z.B.  Schlagzeug, Bass, E-Gitarren, A-Gitarre, Keyboards, Piano, Streicher und Bläser möchtest, musst du entweder bereits eine Band haben oder dir Musiker für das Projekt hinzubuchen. Falls du einen Freund hast, der sein Instrument sehr gut beherrscht und dir als Gefallen hilft, ist das natürlich super. Wenn nicht, helfen wir gerne beim Buchen von Profimusikern für dein Album. In den Soultonestudios pflegen wir Kontakte zu professionellen Musikern an allen gängigen Instrumenten und aus allen Stilrichtungen. Was ein Profimusiker kostet, findest du bei der Frage „welche Kosten kommen auf mich zu?“. Wenn es das Budget erlaubt, ist es immer eine tolle Bereicherung, Profis mit ihrer Erfahrung auf der eigenen Platte zu haben. Da die eingespielten Spuren meist keine bis wenig Nachbearbeitung erfordern, kommen zumindest an dieser Stelle keine zusätzlichen Kosten in Form von Arbeitszeit hinzu. Wenn jemand einspielt, der rhythmisch nicht so sauber ist, viele Versuche braucht und trotzdem einige schiefe Töne drin sind, muss das im Nachhinein natürlich mit Arbeitsaufwand korrigiert werden. Oder es bleibt in der eingespielten Qualität auf der Aufnahme – wie der Kunde es wünscht. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass es günstiger sein kann, wenn man selbst die Musiker organisiert. Jedoch benötigen diese meist mehr Zeit und die eingespielten Spuren mehr Nachbearbeitung als bei einem professionellen Musiker.

Tipp: Viele Produzenten beherrschen meist auch ein Instrument und können eventuell bei deinen Aufnahmen mitspielen. Frage sie einfach, sei aber nicht enttäuscht, wenn sie nicht zusagen, denn nicht jeder Musiker will mit jedem Projekt in Verbindung gebracht werden. Spielt der Produzent mit, kann es manchmal günstiger sein, als einen externen Musiker zu buchen, da keine Fahrtkosten anfallen und er es manchmal „als Gesamtpaket“ auch etwas günstiger anbieten kann, bzw. einfach mal für eine Stunde noch ein paar Ideen an seinem Instrument zu den Liedern hinzuspielt. Kein Berufsmusiker würde für 60 min. einen Studiojob übernehmen! In den Soultonestudios bieten wir an, Schlagzeug-, Gitarre- und Bassspuren qualitativ hochwertig einzuspielen. Auch grundlegende Piano, Streicher und Bläser Parts sind möglich. Somit musst du im Ernstfall nur noch deine Stimme mitbringen J

Tipp: Auch mit wenigen Kniffen kann in den Soultonestudios zu einem Soloinstrument ein Groove (Percussion, Schlagzeug, Bassfigur) und Atmosphäre (Pads, Orgeln, Chorstimmen) hinzugefügt werden, so dass es abwechslungsreich(er) klingt, aber das Budget nicht sehr belastet.

Nehmen wir an, alle Songs sind fertig geschrieben und bereit für die Aufnahme. Dann ist die Frage recht einfach zu beantworten: zwischen ein paar Tagen und ein paar Jahren! Naja, Jahre werden es bei dir hoffentlich nicht werden, aber es gibt viele Bands (u.A. U2), die tatsächlich jahrelang an einem Album gearbeitet haben, bis einer (in diesem Fall Bono) sagte: „Und jetzt ist Schluss! So wird es veröffentlicht!“. Warum wird dieses Beispiel hier erwähnt? Um klar zu machen, dass ein Song/Album immer mehr an Qualität gewinnt, je länger man daran arbeitet. Ob man einen halben Tag oder 3 Tage Zeit für das Mischen eines Songs hat, ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Der Produzent oder Mixing-Engineer wird dir vermutlich vorschlagen, wie viel Zeit man für das jeweilige Projekt einplanen sollte. Vieles lässt sich aber auch erst im Verlauf der Produktion erkennen. Es kommt häufiger vor, dass man sich ein Limit setzt oder einen Plan macht und Mittendrin erkennen muss, dass es doch Sinn macht, 2 Tage mehr zu Mischen oder Aufzunehmen. Auf diese Dynamiken sollte man gefasst sein. Natürlich kann man auch alles nach dem ursprünglichen Plan durchziehen um sein Budget einzuhalten, aber das eigene Musikerherz wird dabei vermutlich an so mancher Stelle bluten.

Wie immer gilt die Regel: je weniger Songs mit geringer Besetzung, desto schneller und günstiger und je mehr Songs mit größerer Besetzung, desto länger und teurer. Außerdem ist es natürlich sehr entscheidend, in welcher Qualität eingespielt wird. Sitzt alles sauber beim ersten Take, spart das natürlich enorm an Zeit. Sind hingegen nach der 3ten Aufnahme immer noch ein paar Wackler drin, die im Nachhinein beseitigt werden müssen, dauert alles deutlich länger. Ein paar Beispiele helfen hier vielleicht am besten:

Bsp.1:
3 Stücke mit nur einem Instrument (z.B. Klavier oder Gitarre)
Aufnahmen & Editing: ½ – 1 Tag
Mixing & Mastering: ½ – 1 Tag

Bsp.2:
5 Stücke mit Klavier und Gesang
Aufnahmen & Editing: ca 1-3 Tage
Mixing & Mastering: 2 Tage

Bsp.3:
6 Stücke mit Schlagzeug, Gitarre, Bass, Gesang
Aufnahmen & Editing: 5-8 Tage
Mixing: 5-6 Tage
Mastering: 1 Tag

Bsp.4:
12 Stücke mit Schlagzeug, Bass, E-Gitarren, A-Gitarre, Piano, Keys, tlw. Streicher
Aufnahmen & Editing: 13-16 Tage
Mixing: 11-16 Tage
Mastering: 1-2 Tage

Alle Angaben natürlich ohne Gewähr. Ausgegangen wird davon, dass alle Songs komplett fertig arrangiert und geprobt sind, sonst kann es natürlich bedeutend länger dauern. Es gibt so viele Faktoren, die mit reinspielen, dass es bei jedem Projekt ganz unterschiedlich ist! Wie lange es letztlich dauert vom ersten Kontakt bis zum fertigen Produkt, hängt natürlich auch immer von der Auftragslage des Studios/Produzenten ab und den Terminen, die verfügbar sind. Jedenfalls wirst du nicht am Tag nach den letzten Aufnahmen eine CD in den Händen halten, denn dann fängt ein Großteil der Arbeit ja erst an. Je nachdem wie früh du planst, kannst du es aber vom Recording bis zur fertigen CD in ein paar Wochen schaffen – bei kleineren Projekten/Besetzungen auch schneller. Versuche dir aber hier keinen Druck zu machen. Selbst wenn du letztlich ein paar Monate brauchst von Beginn der Planungen bis du eine CD in den Händen hältst, ist es das wert, wenn dir das Ergebnis gefällt – denn das wirst du noch viele Jahre und immer wieder hören! Außerdem bist du ja nicht monatelang jeden Tag gefragt, sondern nur punktuell (zu den Besprechungen, zum Einspielen und falls du das willst gelegentlich beim Mixing und Mastering). Was auf dem Weg zur Veröffentlichung noch alles dazu gehört kannst du in einem späteren Abschnitt nachlesen.

Tipp: In den Soultonestudios bieten wir hohe Flexibilität bei den Aufnahmen an. Je nach deinem Terminkalender und wie es für dich am geeignetsten ist, können die Aufnahmen am Block (bis 8h/Tag an mehreren aufeinander folgenden Tagen) oder gestaffelt (je ein paar Stunden an vereinbarten Tagen, die nicht unbedingt zusammenhängen müssen) erfolgen.

Je nachdem, was dein Projekt ist, musst du zunächst überlegen, ob du einen Produzenten oder lediglich einen Mixing-Engineer – jemand, der deine zuhause oder live aufgenommenen Spuren zusammenmischt – brauchst. Der Unterschied besteht darin, dass der Mixing-Engineer lediglich versucht, das Beste aus dem bestehenden Material herauszuholen, während der Produzent dein Projekt von Anfang an begleitet, berät und mitformt. Während der Mixer zum Schluss sagen könnte: „mehr war nicht drin / mehr konnte ich nicht rausholen“, entscheidet der Produzent bereits lange im Voraus, was noch getan werden muss, damit es eben am Ende gut klingt („wir brauchen noch einen fetten E-Gitarren Sound im Chorus“ oder „die Bridge braucht dringend noch eine interessante Klavierspur“). Der Produzent ist deshalb nicht per se „besser“, aber er übernimmt eine gewisse Verantwortung für deine Musik und das Endergebnis, die der Mixing-Engineer in diesem Maß nicht übernehmen kann. Deshalb ist es wichtig, dass du bei einem Produzenten das Gefühl hast, dass du und deine Musik ihm wichtig sind. Natürlich ist es für ihn auch „nur ein Job“, aber im Vorgespräch merkt man manchmal recht schnell, welchen Stellenwert deine Aufnahmen für ihn haben. Du musst auch menschlich mit ihm klarkommen. Manchmal wird er dir Dinge sagen oder vorschlagen, die du vielleicht erstmal nicht so toll findest oder dir anders vorgestellt hast. Da ist es wichtig, wie der Inhalt kommuniziert wird. Trifft er den richtigen Ton? Versteht er, wie du tickst? Bleibt er professionell oder nimmt er es persönlich, wenn du dich gegen seine Vorschläge entscheidest? Die meisten Produzenten wissen gut, wie man mit den Kunden umgeht und es gibt keine größeren Probleme. Traue dich deshalb auch ruhig, ehrlich deine Meinung zu sagen, selbst wenn du denkst, dass der doch „viel mehr Ahnung hat“. Letztlich ist es dein Projekt für das du zahlst und das dir gefallen muss. Man könnte an dieser Stelle noch viel schreiben oder es einfach mit folgendem Leitsatz zusammenfassen: Bei der Wahl des Produzenten – höre auf dein Bauchgefühl!

Wenn du anfängst, nach einem Mixing-Engineer oder Produzenten zu suchen, frage doch erst einmal nach, ob jemand in deinem Bekanntenkreis jemanden empfehlen kann mit dem er schon gute Erfahrung gemacht hat. Ansonsten nutze das Internet um Tonstudios in deiner Nähe zu finden. Eine gute Internethomepage kann auch einiges über den Produzenten aussagen. Vielleicht findest du dort sogar schon Hörproben von seinen Produktionen. Wenn nicht, schickt er bestimmt auf Anfrage etwas zu oder nennt zumindest die Künstler und Alben, die er produziert hat. Es lohnt sich, in verschiedene Produktionen einmal reinzuhören um Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erkennen.

Pauschalpreise können zunächst verlockend einfach und günstig anmuten. Doch um ein gutes Produkt abliefern zu können, muss man manchmal mehr Zeit investieren, als es sich für den genannten Betrag lohnen würde. Hier könnte es sein, dass der Mischer dann bei deinen Songs Kompromisse eingeht. Die meisten seriösen Tonstudios nennen keine Pauschalpreise, weil sie sich zuerst ein Bild von dem Projekt und dem Kunden machen wollen. Sei also nicht irritiert, wenn du nicht sofort einen Preis genannt bekommst. Das ist in keinster Weise ein schlechtes Zeichen – eher im Gegenteil.

Manche Studios nennen statt einem „Pauschalangebot für dein Produkt“ auch einen „Tagessatz“. D.h. ein Mixing-Engineer wird dir sagen, dass er so und so viel pro Tag nimmt – egal, wie lange das Mixing dauert. Darin inbegriffen ist dann meist die Miete für das Studio mit dem Equipment und die Arbeitszeit des Mixers. Du kannst ihm schon sagen, wie viel Zeit er sich in etwa lassen soll und das wird er mit geringer Abweichung vermutlich auch so einhalten. Aber vergiss nicht: je mehr Zeit zum Mischen ist, desto mehr Qualität haben die Songs am Ende.

Tipp: Achte beim Vergleich von Angeboten auch unbedingt immer darauf, ob der angegebene Betrag incl. oder zzgl. Mehrwertsteuer ist!

Einen Produzenten hast du nicht umsonst. Deshalb solltest du seine Vorschläge gut anhören und ernst nehmen. Er kann meist gut abschätzen, was ein Song noch braucht. Trotzdem kann es sein, dass du eine andere Vorstellung davon hast. Dann solltest du das natürlich sagen. Deshalb ist es wichtig, im Voraus schon zu besprechen, wie man sich den Sound vorstellt. Suche dir 2-5 Lieblingslieder von dir raus und bringe sie mit. Wähle sie nicht danach aus, ob dir der Text oder der Künstler gefällt, sondern danach, wie der Song gemischt ist. Gemeinsam könnt ihr diese Referenztracks anhören und du sagst, was dir klanglich an diesen Stücken gefällt. Z.B. „Der Gitarrensound ist gut“ oder „Die Snare Drum fetzt richtig gut“ oder „die background Vocals sind schön voluminös“ oder „Bassgitarre und Bass Drum sind richtig fett aber nicht mulmig“. Nimm dir genug Zeit um diese Referenztracks rauszusuchen, denn sie werden später beim Mixing und Mastering als Referenz dienen und man wird das aktuelle Mixing deines Songs immer wieder gegen sie vergleichen. Auf diese Weise nimmst du also einen großen Einfluss auf das Ergebnis. Natürlich kannst du aber auch während der Produktion merken, dass du klanglich in eine andere Richtung gehen willst oder dir manche Dinge (un)wichtiger geworden sind. Je früher du das mit dem Produzenten besprichst, desto früher können die Weichen in eine neue Richtung gestellt werden.

Die Songs sind aufgenommen, editiert, gemischt und gemastert – damit ist schon mal einiges geschafft. Was fehlt noch? Kommt drauf an, wie du deine Songs vertreiben möchtest. Wenn du lediglich eine MP3 Version möchtest, um diese auf den eigenen digitale Geräten zu hören und bei Amazon, Google, iTunes oder Spotify anzubieten, kannst du dir die Kosten für das Presswerk sparen (wie viel das kostet, kannst du später nachlesen). Auch einen Großteil des Artwork (CD Design) kannst du somit einsparen, denn du benötigst digital nur ein Coverfoto. Dieses kannst du eventuell sogar selbst gestalten, wenn du dich mit einem Grafikprogramm gut auskennst. Alles, was es dabei zu beachten gibt ist, dass das Cover bestimmte Dimensionen, Auflösungen und Formate haben muss. Da es nicht ausgedruckt in CD-Größe erscheint, ist es auch akzeptabel, wenn es nicht das ausgefallenste und hochauflösendste Design ist. Spätestens, wenn du eine gepresste CD haben möchtest, solltest du aber einen Grafikdesigner hinzuziehen (oder dich selbst gut mit einem professionellen Grafikprogramm auskennen). Auf einer CD sind mindestens Vorderseite (Cover) und Rückseite (Back) zu designen. Meistens sind die beiden Innenseiten, wenn man die CD aufklappt, auch mit einem Motiv und Beschriftung designt; muss aber nicht sein. Insgesamt sind das also 2-4 Seiten plus natürlich die CD selber. Ein Booklet, ein kleines beiliegendes Büchlein, in dem die Texte und Fotos abgedruckt sind, ist zwar nett, verursacht aber in der Vervielfältigung und vor allem im Grafikdesign noch einmal hohe Kosten. Dies solltest du nur machen, wenn das absolut zu deinem Gesamtkonzept bzw. deiner Zielgruppe passt. Alternativ bietet sich an, dass man die Texte, Chords, Bilder, Videos, etc. einfach auf einer eigenen Homepage oder in den sozialen Medien (Facebook & Co.) bereitstellt. Damit kommt man auf jeden Fall deutlich günstiger weg. Die Presswerke stellen immer ein Infoblatt bereit, auf dem die millimetergenauen Spezifikationen für das Design zu finden sind. Nachdem die Daten übermittelt wurden, bekommt man vom Presswerk immer einen Testdruck, bei dem die Farbverbindlichkeit jedoch nicht so hoch ist. Wenn du deine Songs nur online veröffentlichen willst, musst du dir einen so genannten „Aggregator“ suchen. Dies ist ein Vermittler, der deine Songs auf Format prüft und sie bei den Musikportalen einstellt. Aggregatoren sind im Internet gut zu finden. Wie viel dabei für dich übrig bleibt, steht weiter unten.

Tipp: Wir vermitteln gerne weiter an professionelle Grafikdesigner oder bieten selbst CD Designs an. Wählst du ein Design bei uns, bekommst du noch ein digitales Fotoalbum mit Schnappschüssen deiner Studiozeit und deiner Produktion generell dazu.

Tipp: Du kannst dir zunächst auch nur eine MP3 Version deiner Lieder geben lassen und zu einem späteren Zeitpunkt eine CD Pressung in Auftrag geben. Dies bietet sich an, wenn du in deinem Budget einfach keinen Spielraum mehr hast.

Die Musikindustrie hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung genommen. Wo man vor 20 Jahren noch in den Musikladen ging um für 30,- DM die neuste CD des Lieblingskünstlers zu kaufen, kann man heute jedes Lied, jederzeit, überall kostenlos auf YouTube & Co anhören. Selbst bei Streamingdiensten wie Spotify, Amazon, iTunes, etc., die monatliche Gebühren verlangen, landen letztlich pro abgespieltem Song nur Hundertstel eines Cents beim Künstler. Obwohl man also meinen könnte, dass Musik inzwischen natürlich gratis ist, sind die Produktionskosten für eine qualitativ hochwertige Aufnahme im Verhältnis nur geringfügig niedriger als vor der digitalen Revolution. Damals wie heute benötigt man teures Equipment, akustisch gute Räume und einen erfahrenen Tontechniker, der von seiner Arbeit leben will. Dies muss einem bewusst sein.

Um nun konkreter auf die Frage einzugehen, beantworte mir doch zunächst folgende Gegenfrage: wie viel kostet ein Auto? Genau. Kann man so nicht beantworten. Kommt nämlich drauf an, was für ein Auto. Und genauso verhält es sich mit einer CD. Von 200,- bis 20.000,- Euro ist für jeden was dabei. Ob du Sitzheizung, Scheinwerfer, Airbag und gültigen TÜV willst, ist letztlich genauso deine Entscheidung wie, ob du mehrere Instrumente in einem Song, sauber aufgenommen bzw editiert, mehrere Lieder und gutes Mixing & Mastering willst. Um eine Idee zu bekommen, ist hier eine Liste von Möglichkeiten, eine Aufnahme zu realisieren, geordnet nach entstehenden Kosten:

Aufnahmen selbst zuhause oder live machen, nur im Studio mischen und mastern lassen:

In einem guten Tonstudio mit gutem Mischer kostet das ca. 800,-/Tag, Wie viele Lieder du an einem Tag gemischt haben möchtest hängt davon ab, ob es wie ein Hyundai oder wie ein Ferrari klingen soll. Ungefähre Richtwerte findest du bei „wie lange dauert eine CD Produktion?“.

Das Mastering einer kompletten CD mit 10-12 Tracks und voller Bandbesetzung dauert einen Tag oder mehr. In einem guten Mastering Studio kostet das ca. 800-1200 Euro.

Willst du dein Projekt nicht isoliert an einen Mixing-Engineer und dann an einen Mastering-Engineer geben, findest du vielleicht jemanden, der beides in einem anbietet. Willst du zusätzlich noch die Aufnahmen im Studio machen, kannst du Pi mal Daumen 1000,- pro Song kalkulieren.

Hast du eine geringe Besetzung, also nur 1-2 Instrumente und Gesang, ist alles natürlich viel günstiger.

Ein Profimusiker für einen Aufnahmetag kostet:
ca. 350-500,- plus Fahrtgeld (30 cent/km) für 8h Arbeitszeit

Hinzu kommt das Artwork (CD Design):
4-seitiges Design + CD: ca. 800-1000,-
2-seitiges Design + CD: ca. 500-600,-
Nur Cover für Digitalvertrieb: ca. 200-300,-

Und das Presswerk:
1000 CDs in einer Kartontasche (vorne und hinten bedruckt) + bedruckter CD: 420,-
Bei 500 CDs etwa 380,-
Bei 300 CDs etwa 360,-
1000 CDs mit 4-seitigem Design (beide Außen- und beide Innenseiten) + bedruckter CD: ca 740,-
Bei 500 CDs ca. 650,-
Bei 300 CDs etwa 560,-
Eine geringere Auflage als 300 Stk. lohnt sich kaum. Alle Preise sind Bruttopreise.

Um ein Album über einen Aggregator bei den großen Portalen wie Amazon, iTunes, Google, Spotify, Deezer & Co. zum Verkauf einzustellen, zahlst du zwischen 10-40,- pro Jahr, je nach Leistungsumfang.

In jedem Fall bleibt es dir nicht erspart, ein individuelles Angebot bei einem Tonstudio anzufragen. Mach dir ruhig die Mühe, mehrere Tonstudios oder Produzenten anzuschreiben. Du wirst feststellen, dass es durchaus größere Unterschiede zwischen den Angeboten geben kann. Und fragen kostet ja nichts.

Tipp: In den Soultonestudios können wir alle genannten Preise – was Recording, Mixing und Mastering angeht –  sehr preiswert anbieten. Frage einfach an. Wir gehen gerne auf deine Situation ein und erstellen dir ein faires und attraktives Angebot.

Einer der wichtigsten Punkte bei der CD Produktion ist natürlich die Frage, wie man die Finanzen für das Projekt generieren kann. Zunächst einmal sollte man vor den Kosten nicht kapitulieren. Schon viele haben ihre CD realisieren können, indem sie einen Schritt nach dem anderen gegangen sind und an ihrem Traum festgehalten haben.

Zunächst einmal kannst du versuchen, dir Eigenkapital aufzubauen indem du monatlich einen gewissen Betrag zur Seite legst um zu sparen. Bestimmt liegen auch noch einige Dinge ungebraucht bei dir herum, die du bei eBay verkaufen kannst. Fange an, mit ein paar Ideen etwas extra zu verdienen. Wenn Leute sehen, dass du selbst aktiv wirst und etwas tust, fällt es ihnen leichter, dich auch finanziell zu unterstützen. Um größere Beträge selbst zu mobilisieren, kannst du dir auch überlegen, ob du in den nächsten Ferien nicht in den Urlaub fährst und das eingesparte Geld für die Produktion verwendest. Vielleicht kannst du auch fest mit einer Steuerrückzahlung planen. Du solltest dich jedoch nicht verschulden oder spekulieren. Das kann letztlich unangenehm werden.

Der zweite Ansatz ist folgender: informiere Freunde und Bekannte, was deine Vision ist. Erzähle ihnen davon, jedoch ohne Druck auf sie auszuüben. Das wichtigste ist, dass die Beziehung zu den Leuten gut ist und dass sie nicht das Gefühl bekommen, du meldest dich nach 2 Jahren wieder, weil du etwas von ihnen willst. Wenn du einen Blog hast oder bei Facebook & Co bist, nutze diese Wege und poste dort deine Gedanken, Schritte und Zwischenziele. Dort kannst du auch hin und wieder einen Spendenaufruf machen in der Form „wenn du mich bei meinem Projekt unterstützen willst, dann kannst du etwas dazugeben“. Vergiss nicht, dass die Leute auch wissen müssen, wie sie dir helfen können. Manche wollen es vielleicht, finden aber keine Kontaktkontodaten und vergessen es dann wieder. Mach es Leuten einfach, schnell etwas zu geben, bevor es in Vergessenheit gerät. Du kannst es so formulieren, dass jeder Euro zählt und du für jede Spende dankbar bist. Manche Leute haben es unterbewusst aber lieber, wenn man ihnen konkret sagt, was einem helfen würde, d.h. wenn du es so formulierst „wenn du kannst, unterstütze mich doch mit 25/50/100 Euro“. Durch diese konkrete Zahl haben die Leute auch das Gefühl, dass sie einen guten Beitrag leisten: sie geben das, was du brauchst und müssen nicht selbst entscheiden, welcher Betrag es denn nun sein soll. Wie gesagt: Spenden-button oder Kontakt-Email nicht vergessen sichtbar zu machen. Den Personenkreis, den du so erreichst, nennen wir mal „erweiterten Freundeskreis“.

3.Weg: Deinen „inneren Kreis“, also deine Familie, beste Freunde oder Leute, die dir sehr nahe stehen sprichst du vielleicht am besten persönlich an. Vermutlich werden sie ohnehin schon mitbekommen haben, was du vor hast, da sie sich generell für dich interessieren. Je nachdem, wie diese Leute ticken kannst du sie auch direkt fragen, ob sie dich mit einem Betrag ihrer Wahl unterstützen würden. Bei personsn, die dir so nahe stehen, wirst du vermutlich mehr als 5 Euro bekommen, aber indem du keinen konkreten Betrag nennst, setzt du sie auch nicht unter Druck, mehr zu geben, als sie wollen. Aber dies hängt natürlich auch immer von der Persönlichkeit ab. Du könntest auch sagen, dass du dir dieses Jahr zum Geburtstag/Weihnachten/etc. einfach keine Sachgeschenke, sondern einen finanziellen Beitrag zu deinem CD Projekt wünschst. Halte deine Freunde und Spender auch immer auf dem Laufenden, wie es läuft und welche Fortschritte du schon gemacht hast, das gibt ihnen ein gutes Gefühl und zeigt, dass du nicht nur kurz was von ihnen wolltest und sie dir jetzt mehr oder weniger egal sind.

Viertens kannst du auch ein Fundraising starten. Drehe vielleicht ein kurzes Video in dem du erklärst, was du vor hast und wie die Leute Teil davon sein können und lade es auf deinen Blog und auf Facebook. Fundraising funktioniert im Prinzip so, dass du sagst: „kauft doch schon mal jetzt eine CD, obwohl ich noch keine Finanzen habe, eine aufzunehmen. Aber sobald ich – durch eure Beiträge – eine machen kann, bekommst du eine zugeschickt. Falls es nicht zur Produktion kommt, bekommst du dein Geld zurück“. Überlege dir hier auch wieder, welche Zahlungsmethode dir dabei am besten hilft, sowie schnell und einfach ist (bei Paypal kann man z.B. Geld an Freunde senden). Mache auch immer klar, dass es dir nicht darauf ankommt Geld zu verdienen, sondern dass es deine Leidenschaft ist, Musik aufzunehmen und dass dein Ziel lediglich der break even ist.

Zu guter Letzt, rede mit dem Produzenten, wann welche Beträge fällig werden. Oft ist es so, dass die Produzenten erst etwas nachdem das ganze Projekt abgeschlossen ist dazu kommen, eine Rechnung zu schreiben. Das gibt dir etwas mehr Zeit.

Tipp: Du solltest auch immer ein klein wenig Puffer einbauen, denn erfahrungsgemäß klemmt es immer mal an der ein oder anderen Stelle und man merkt, dass man da etwas mehr Zeit als geplant hineinstecken muss/möchte. Wenn der Mixing-Engineer z.B. sagt: „mit einem oder zwei Tagen mehr bekommt ich deine Songs nochmal auf ein deutlich besseres Level“, wird dein Geldbeutel rufen „Nein!“, während dein Musikerherz innbrünstig „Jaaa, tue es!“ ruft.

Wie schon im Kapitel „welche Kosten kommen auf mich zu“ erwähnt, ist es heutzutage selbst als professioneller Musiker schwer, von der eigenen Musik leben zu können. In den Zeiten der Streamingdienste bleibt kaum etwas für die Künstler übrig. Wenn du deine Songs über einen Aggregator bei den großen Onlineportalen einstellst, zahlst du zunächst eine einmalige und dann eine jährliche Gebühr dafür (zwischen 10-40,-). Wenn jemand dein Album über iTunes oder Amazon kauft, bekommen diese zunächst einen großen Teil des Geldes. Danach fordert dein Aggregator noch seinen Teil. Von einer CD, die für 10 Euro verkauft wird, bleiben dir letztlich ca. 3 Euro. Bei Streamingdiensten (also wenn deine Musik nicht gekauft, sondern nur z.B. bei Spotify angehört wird, bekommst du in etwa 0,0003 Euro / Stream. Wie häufig jemand deine Songs anhören muss, damit dabei etwas rumkommt, kannst du dir selbst ausrechnen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aus Zufall auf deine Musik stößt und sie anhört oder online kauft ist eher gering. Wahrscheinlich erreichst du deine Zielgruppe eher durch lokale Auftritte und persönliche Kontakte. Verkaufst du CDs direkt an Konzertbesucher, bekommst du 100% des Erlöses – eine deutlich bessere Quote als zuvor. Versuche also, so gut es geht, deine CD selbst zu vertreiben. Nutze eine eigene Homepage mit Versandoption, die sozialen Medien, schreibe Rundmails, erzähle herum, dass du etwas aufgenommen hast, ermutige Andere, es weiter zu erzählen, geh in Buchläden oder Kiosks in deiner Nähe und biete ihnen ein paar CDs zu leicht reduzierten Preisen an. Vielleicht hast du auch Glück und ein Verlag übernimmt deine CD in deren Sortiment. Das ist zwar vermutlich nur der Fall, wenn die musikalische Qualität sehr hoch ist, du sehr, sehr viele Auftritte im Jahr spielst und bereits eine breite Fanbasis hast, aber versuchen kann man es allemal, wenn auch nur, um Kontakte zu knüpfen und in Zukunft besser zu wissen, worauf es ankommt. Wenn du den „break even“ (die Ausgaben für die Produktion wurden durch den Verkauf der CD ausgeglichen) schaffst, ist das eine gute Leistung.

Schreibst du einen Song, bist du der Urheber und die Rechte an dem Lied an sich liegen bei dir. Professionelle Songwriter schreiben oft Lieder im Auftrag von Plattenfirmen, dann liegen die Rechte bei den Labels und nicht beim Künstler selbst, da er die Rechte verkauft hat. Die GEMA ist eine Organisation, die in Deutschland die Rechte der Urheber schützt. Somit kann es nicht passieren, dass jemand dein Lied klaut und damit Millionen scheffelt, ohne dass du davon einen Cent siehst. Voraussetzung ist aber, dass du bei der GEMA als Künstler gemeldet bist! Damit hast du zwar die Garantie, dass wenn jemand deinen Song auf CD covert oder live spielt, du dafür bezahlt wirst, die Kehrseite ist jedoch, dass die Verwaltung der Rechte deiner Lieder nicht mehr bei dir liegt, sondern bei der GEMA. Praktisch hat das zur Folge, dass du einen Betrag an die GEMA zahlen musst, wenn du deine eigenen Lieder auf CD presst, in Videoclips benutzt oder live spielst (bei live Auftritten zahlt für gewöhnlich der Veranstalter die GEMA Gebühren). Ein Teil von deinem selbst gezahlten Geld wird dir am Ende jeden Jahres wieder zurück ausgeschüttet. Auch wenn du deine Songs als Hörproben oder vollständig auf deiner Homepage oder bei YouTube einstellst, muss erst einmal ein Betrag an die GEMA gezahlt werden. Wie Peter Lustig sagen würde: „Klingt komisch – is aber so!“. Summa summarum lohnt es nur dann, sich bei der GEMA zu registrieren und einen jährlichen Mitgliedsbeitrag zu zahlen, wenn du damit rechnest, dass deine Lieder häufig gecovert werden und andere Menschen damit einiges an Gewinn erzielen. Wenn du lediglich deine eigene Musik vertreiben willst und dich nicht darum sorgen möchtest, ob du deine Musik auf die Weise nutzen darfst, wie du möchtest, dann melde dich einfach nicht bei der GEMA an. Dein Lied gehört somit immer noch dir, aber falls ein anderer Künstler es irgendwo aufführt oder aufnimmt, wirst du dafür nicht entschädigt/bezahlt. Der Produzent hat generell keine Rechte an deinen Songs (du bist ja der Urheber) und auch nicht an den gemachten Aufnahmen (da du ihn ja für diese Leistung bezahlst).

Coverst du einen Song von einem anderen Künstler und nimmst ihn auf deine CD auf, gelten natürlich die gleichen Regeln wie zuvor. Bevor das Presswerk dir die CD ausliefern darf, musst du eine Auslieferungsbescheinigung von der GEMA erhalten haben. Dazu musst du einen Antrag ausfüllen und genau angeben, welche Lieder auf der CD sind, wer der Urheber ist (also Text und Melodie geschrieben hat) und wie lange die gecoverten Songs jeweils gehen (sekundengenau). Daraus wird berechnet, wie viel du an GEMA Gebühren zahlen musst. Die GEMA schüttet dann automatisch entsprechende Beträge an die jeweiligen Künstler aus.

Berechnung  der fälligen GEMA Lizenzgebühren:
Der Lizenzwert pro Träger errechnet sich aus dem höchsten Endverkaufspreis (EVP) netto (Vergütungssatz 10 %) unter Beachtung der Mindestvergütung. Die Mindestvergütung je Werk gilt in den Fällen, in denen die Prozentvergütung unter Berücksichtigung der Anteilsberechnung niedriger ist als die Mindestvergütung je Werk.
Die Mindestvergütung je Werk aus dem GEMA-Repertoire und Träger beträgt € 0,032 bis zu 5 Minuten Spieldauer. Ist die Spieldauer des Werkes aus dem GEMA-Repertoire länger als 5 Minuten, wird für jeweils jede weitere angefangene Minute eine Vergütung von € 0,0064 je Werk zusätzlich berechnet.
Verkaufspreis * Vergütungssatz * GEMA-Repertoireanteil = Lizenzwert je Sonderproduktion
(unter Berücksichtigung der Spieldauerüberschreitung)

1. Beispiel
Verkauf einer CD mit 60 Min Gesamtspieldauer, davon 60 Min GEMA-Repertoire, EVP
€ 10,00, hergestellte Stückzahl 500:
EVP netto € 10,00 * Vergütungssatz 10 % = (€ 1,00) * GEMA-Repertoireanteil 100 % = € 1,00 Lizenzwert je CD
Lizenzwert € 1,00 * hergestellte Stückzahl 500 = € 500,00 Lizenzbetrag (zzgl. z. Zt. 7 % MwSt.)

Hast du also eine CD aufgenommen mit 60 min Spielzeit und nur gecoverten Songs und bietest die CD für 10 Euro zum Verkauf an, musst du für eine Auflage von 500 Stk. insgesamt 535 Euro ( 1,07 Euro/CD) Gebühren an die GEMA zahlen.

2. Beispiel
Promotion einer CD mit 60 Min Gesamtspieldauer, insgesamt 11 GEMA-pflichtige Werke, davon 10 GEMA-pflichtige Werke unter 5 Minuten, ein GEMA-pflichtiges Werk in der Länge von 6 Minuten 30 Sekunden, hergestellte Stückzahl 500:
Mindestvergütung je Werk bis zu 5 Minuten Spieldauer € 0,032 * 11 Werke = (€ 0,352) + € 0,0128 (€ 0,0064 x 2 Überschreitungen) = € 0,3648 Lizenzwert je CD
Lizenzwert € 0,3648 * hergestellte Stückzahl 500 = € 182,40 Lizenzbetrag (zzgl. z. Zt. 7 % MwSt.)

Hast du also im Gegensatz zum ersten Beispiel genauso eine 60 minütige CD mit gecoverten Songs, bietest diese aber nicht zum Verkauf an, sondern verschenkst sie nur oder gibst sie gegen Spende ab, musst du nur 195 Euro Gebühren (0,39 Euro/CD) brutto entrichten.

Um für dein Projekt die entsprechenden Gebühren auszurechnen, kannst du einfach die Spieldauer herunter rechnen. Wenn du also 20 min auf der CD hast mit gecoverten Liedern, wären das  etwa 178 Euro (Verkauf) oder 65 Euro (Promo) brutto.

Auf dem GEMA Formular gibt man immer an, wie viele CDs in den Verkauf gehen und wie viele zu Promo-Zwecken verwendet werden. Aus dieser Mischung werden dann die Gebühren errechnet.

Tipp: Da das GEMA Formular recht lang und kompliziert sein kann, bieten einige Presswerke eine automatische Abwicklung für einen Pauschalbetrag von ca. 30-50,- an. Natürlich musst du trotzdem eine Liste mit den Liedern und den Urhebern der Lieder einreichen, sowie angeben zu welchem Preis die CD verkauft wird. Auch in den Soultonestudios können wir die GEMA Abwicklung übernehmen.